Businessplan

1. DIE ZUSAMMENFASSUNG

Das erste Kapitel fordert gleich eine hohe Aufmerksamkeit. Der Grund: Auf nur einer oder maximal zwei Seiten sollen die entscheidenden Punkte des Existenzgründungsvorhabens erläutert werden. Dazu gehören eine Kurzbeschreibung der Idee, der Produkte, der Kundennutzen, die ausgewählte Zielgruppe, die Kompetenz des Gründerteams, der Investitionsbedarf, die gewählte Rechtsform sowie die angestrebte Marge für die ersten 3 Jahre.

2. DIE UNTERNEHMENSIDEE

In diesem Abschnitt schildern Gründer die Grundlage ihres Unternehmens. Am einfachsten ist es, wenn sie die Frage beantworten: "Was möchte ich tun?" Die Antwort beschreibt das Produkt- und Leistungsprofil, die Erfolgsfaktoren, die geplante Marketingstrategie und enthält außerdem Angaben zu Firmennamen, Standort, Rechtsform und Firmenstruktur. Außerdem sollten die kurz -, mittel - und langfristigen Unternehmensziele formuliert werden.

3. DAS PRODUKT

Hier wird ausführlich das Produkt oder die Dienstleistung beschrieben. Dazu gehören auch Aussagen zum technischen Entwicklungsstand, zur Patent- und Lizenzsituation und zur Preisstruktur. Ganz wichtig sind zudem die Alleinstellungsmerkmale, wie sich also das neue Angebot von bestehenden abhebt.

4. DER MARKT

An diesem Punkt stehen die wichtigsten Erkenntnisse über Branche und Markt: Wer sind die angestrebten Kunden? Wie hoch ist das Kaufkraftvolumen der Zielgruppe? Wer und wo sind die wichtigsten Wettbewerber? Welche Strategie verfolgen sie? Welche allgemeinen Faktoren beziehungsweise aktuellen Trends beeinflussen die Entwicklung der Branche?

5. DAS MARKETING

Zu einer erfolgreichen Gründung gehört auch ein cleveres Marketing. Da ist zum einen eine überzeugende Markteintrittsstrategie: Der Existenzgründer sollte hier erläutern, welchen Zeitplan er verfolgt und wie er erste Kunden gewinnen will, sowie - wenn bereits vorhanden - Referenzkunden nennen. Zudem muss ein schlüssiges Absatzkonzept her: Über welchen Vertriebskanal soll das Produkt verkauft werden, und wie sieht eine angemessene Preisgestaltung aus?

6. DAS TEAM

Die meisten Leser wenden sich nach der Lektüre des ersten Punkts ("Zusammenfassung") gleich diesem Kapitel zu. Es schildert die beruflichen Erfahrungen und bisherigen Erfolge der Gründer und der wichtigsten Mitarbeiter. Zudem erläutert es, wie die Verantwortlichkeiten im Unternehmen aufgeteilt werden sollen und für welche Position noch Verstärkung benötigt wird. Ebenfalls Bestandteil dieses Abschnitts: die Personalplanung für die nächsten drei bis fünf Jahre.

7. DIE CHANCEN UND RISIKEN.

Eine realistische Einschätzung der Chancen und Risiken darf in keinem Geschäftskonzept fehlen. Dazu gehört eine Beschreibung, wie der angehende Firmenchef auf künftige Veränderungen reagieren will und wie sich positive und negative Ereignisse auf die Firmenentwicklung auswirken könnten. Viele Geschäftspartner akzeptieren potenzielle Risiken, wenn sie den Eindruck haben, dass der Gründer verantwortungsbewusst damit umgeht. Bewährt hat sich, wenn er an dieser Stelle zwei Szenarien entwirft : ein Best-Case, das alle Erwartungen erfüllt, und ein Worst-Case, dem ungünstigsten zu erwartenden Fall. Der angehende Firmenchef sollte unbedingt seine Angaben begründen und mit belegbaren Zahlen und Fakten arbeiten.

8. DIE PLANUNG

In diesem Kapitel beweist der Gründer, dass sein Geschäftskonzept rentabel ist. Zunächst erfasst er in der Investitions- und Abschreibungsplanung alle größeren Anschaffungen der kommenden drei bis fünf Jahre, beschreibt den Kapitalbedarf und die jährlichen Abschreibungen. Im Liquiditätsplan listet er alle zu erwartenden Ausgaben und Einnahmen auf. Für das erste Geschäftsjahr erwartet der Leser eine Monatsaufstellung, für die Jahre danach genügt eine Aufschlüsselung nach Quartalen (zweites und drittes Geschäftsjahr) beziehungsweise nach Halbjahren (viertes und fünftes Geschäftsjahr). Anschließend muss der Gründer noch eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen, die über die voraussichtliche Entwicklung der Umsätze, Aufwendungen und Erträge informiert. Eine zusätzliche fundierte Liquiditätsvorschau zeigt Zahlungsströme und -fähigkeit für die kommenden Jahre an.

9. DER FINANZBEDARF

Hier sollten künftige Unternehmer die einzelnen Finanzierungsposten den geeigneten Kapitalgebern zuordnen. Dabei kommt es auf die richtige Mischung an. Da ist zum einen das Eigenkapital des Teams. Und zum anderen die Fremdkapitalseite: Kurzfristig benötigte Investitionen können mit Kontokorrent- oder Lieferantenkrediten überbrückt werden. Für langfristige Finanzierungen eignen sich etwa Darlehen und Fördermittel. Dabei sollten angehende Unternehmer auch an eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben denken und beachten, dass nach der tilgungsfreien Zeit etwa einer KfW-Förderung eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung auf sie zukommt.

10. DER ANHANG

Den Business-Plan wird vervollständigt durch:

  • ein tabellarischer Lebenslauf des Gründers, der einen Überblick über dessen wichtigste berufliche Stationen gibt
  • Kopien von aussagekräftigen Unterlagen wie zum Beispiel Produktfotos und -skizzen, Patente, Referenzen, Studien und Gutachten
  • Zertifikaten
  • 3 Jahres Umsatz - Rentabilitätsvorschau
  • Ermittlung Mindestumsatz
  • Worst - Case Planung
  • Mitarbeiterproduktivität
  • Liquiditätsplan
  • Einkommensplanung
  • Zeitplan
  • Maßnahmekatalog